Ich wache auf. Wie immer. Und wie jeden Tag bin ich fit wie ein Turnschuh. Kein Kater und kein Hangover. Ich bemitleide immer die anderen Menschen die immer noch diese Erfahrung machen müssen vollkommen gerädert aufzustehen. Selbst ich hab zwischendrin schon mal so etwas erlitten, aber seitdem ich mir Teile immer erst ein paar Stunden vor dem Rewinder reinknalle, bin ich ziemlich verschont geblieben. Das ziehe ich konsequent durch seit dem Tag an dem ich mir schon mittags eine abenteuerliche Mixtur aus extravaganten, psychedelischen und aufputschenden Teilen eingeschmissen habe. Damals ging es mir richtig gut bis nach ein paar Stunden die beschissenen Folgen einsetzten. Ich war am Ende. Physisch und psychisch. Ich lag wie gelähmt auf meinem Bett und bewegte mich nur bei Krampf- oder Heulanfällen, bis ich merkte das mein Körper das Zeug unbedingt loswerden wollte. Das erste Anzeichen war der blitzartige Durchfall der mich überkam. Ich furzte nur ein bisschen und schon lag ungefähr 200 Gramm feinster Dünnschiss auf meinem Laken. Da es mir echt schlecht ging hab ich es einfach liegen lassen und hab es durch meine unkontrollierten Krämpfe auf dem ganzen Bett und meinem nacktem Körper verteilt. Danach sah es eher nach einem Kilogramm Scheiße aus. Aber vielleicht hab ich auch nochmal was rausgelassen.
Und dann kam der Brechreiz. Habe es zuerst auf den miesen Geruch im Schlafzimmer geschoben bis ich wahrnahm das es von was ganz anderem kommt. Bei dem Versuch noch auf das Klo zu kommen fiel ich mit meinem Scheißeverschmierten Körper aus dem Bett und konnte mich nicht mehr regen. Dann merkte ich, es war zu spät. Ich fing an zu kotzen. Es müssen ein paar Liter unverdautes Frühstück und Mittagessen gewesen sein. Durch das angespannte Kotzen lies halt der Schließmuskel nach und spürte die warme Pisse an meinem Bauch und der sämige Dünnpfiff zwischen meinen Arschbacken blubbern. Mein Körper war so angespannt, das er sich in den Ruhezustand versetzte und wurde ohnmächtig.
Nach ein paar Stunden wachte ich auf. Mit jeder meiner Bewegung gab es kleine Risse auf meiner Kack und Kotzkruste die auf meinem gesamten Körper verteilt war. Ich blieb dann einfach noch ein bisschen liegen und wartete auf den Rewinder. So musste ich dann wenigstens nichts putzen.
Nach dieser Erfahrung wurde ich dann natürlich vorsichtiger.
Nachdem ich aufstehe, öffne ich den Umschlag. Es wird ja mal zeit zu arbeiten.
Also wen haben wir da? Ein Name, ein Foto und eine Adresse. Das sind die einzigen Informationen die ich brauche. Dieses Mal ist es ein Kerl namens Torsten Emke. Er sieht ziemlich jung aus. Mit was er es wohl beim Big Boss verschissen hat? Oder vielleicht verscheißen wird?
Die erste Aktion bei diesen Aufträgen ist immer seinen Tagesablauf zu beobachten. Da es noch so früh ist, fang ich sofort damit an und hoffe das er sein Haus noch nicht verlassen hat. Also setze ich mich in mein Auto und fahre los. Genervt von dieser immer wieder ermüdenden Prozedur. Ich hasse es. Den ganzen Tag diesem armen Trottel hinterher zu schnüffeln.
Ich parke vor einem alten Mehrfamilienhaus. Ich muss 4 stunden warten bis der Penner aus dem Haus kommt. Er macht sich auf den weg und trifft sich in einer Dönerbude mit seinen Kumpels. Also haben wir auch schon mal Mitbeteiligte. Sehen alle aus wie typisches Hippiestudentenpack. Mich überrascht sogar das die sich in einer Dönerbude treffen. Gehen die Typen nicht eher in eine Sojamilchbar? Verdammte Klischees.
Verfolg die Typen die anscheinend gern shoppen gehen. Bestimmt 6 stunden lang treiben die sich in solchen komischen Undergroundshops und kaufen sich irgendwelche Hanfhosen oder Wollpollunder. Ich glaube das ist mit Abstand die langweiligste Beschattung die ich je hatte.
Zu allem Überfluss gehen sie jetzt auch noch Kaffee trinken. Das sind ja richtige Weiber. Trinken ihren Biomokka und schnattern und schnattern und schnattern.
Und da. Endlich passiert etwas. Noch so ein Neohippie kommt mit einem alten roten Ford Fiesta angefahren und setzt sich zu den anderen Pussies in den Coffeeshop. Noch ein wenig Geschnattere und der Kerl übergibt den Autoschlüssel der Zielperson weiter. Die Zielperson steht auf, setzt sich ins Auto und fährt los. Er ist jetzt allein. Mein Moment ist gekommen.
Jetzt werde ich leicht nervös. Liegt wahrscheinlich an der Überdosis Langeweile die abgebaut werden muss. Durch meine Nervosität beobachte die Umgebung besonders aufmerksam. Jede Häuserschlucht und jede Kreuzung an der er vorbeifährt, wird im Gehirn gespeichert und versuche mich dabei inspirieren zu lassen.
Und dann bekomm ich meine Inspiration. Eine steile, kurvige Straße. Ungefähr 200 Meter lang. Als ich die Straße sah, wusste ich das es der perfekte Platz ist. Eigentlich wusste ich nicht warum und auf einmal fiel es mir auf. Das ist genau der richtige Ort um ein weiteres Todeskunstwerk zu erschaffen. Oh ja, diese Straße war verdammt kurvig und unangenehm zu fahren aber perfekt für das was ich vorhabe. Aber dafür muss ich morgen den ganzen tag experimentieren und austüfteln.
Meine Nervosität hat sich durch meine Idee in extreme Erregung verwandelt. Ich meine damit nicht sexuell. Ich muss wahrscheinlich diese ganze neu gewonnene Energie loswerden. Und da ich mein Tagespensum erreicht habe, werde ich mir das jetzt auch gönnen.
Ich wende den Wagen und fahre direkt in das abgefuckteste Viertel der Stadt. Ich werde einen guten Freund besuchen gehen der mir mein Abend versüßen wird.
Ich muss mich nicht mal auf die Suche machen da er den Abend stundenlang am gleichen Platz verweilt. Ich sehe und rieche ihn schon von weitem. Dieser stinkende alte Penner. Sitzt teilnahmslos da mit seinem langem spärlichen Haar und grummelt vor sich hin was er alles in seinem Leben falsch gemacht hat. Personifiziertes Selbstmitleid. Er tut mir aber nicht mehr leid als das restliche Menschengesocks. Nur ein weiteres Spielzeug, ein Zeitvertreib oder sogar Training.
Er ist schon wieder so betrunken das er mich nicht mal kommen hört. Das ist echt gut da ich es liebe ihn zu überraschen. Ich renne auf ihn zu und verpass ihm gleich eine Faust ins Gesicht. Er wimmert zuerst und fängt an mich anzuschreien.
„Verdammte Scheiße. Was soll das? Wer bist du?“
Wer ich bin hat ihn nicht zu interessieren. Ich will ja auch nicht seinen Namen wissen. Ich nenn ihn einfach nur Sandsack.
Ich trete ihn noch ein paar mal in den Bauch und da er so fett ist fühlt es sich so an als würde man in ein paar billige Kissen treten. Wenn ich richtig Kraft anwende, kann ich sogar seine Organe durch den Schuh fühlen. Zu meinem Wohlgefallen fängt er auch noch an zu betteln was mich noch viel aggressiver macht. Denn mit jedem Wort das er aus seinem fauligen Maul verliert, kommt mir ein Schwall von seinem widerlich stinkendem Atem entgegen. Er sollte einfach weniger Worte mit h oder a verwenden. Das würde ihm echt zu Gute kommen.
Ich fange an ihn langsam an zu würgen. Aber nicht länger als 70 Sekunden. Dann bekommt er noch mal 70 Sekunden Ruhepause. Diese Prozedur ziehe ich bestimmt um die 10 mal durch. Einfach faszinierend. Diese Gegenwehrphase die sich langsam umschwenkt auf die „ich-bin-bereit-zu-sterben“-Phase. Das funktioniert jedes Mal, egal wie oft ich das mache. Verblödete Menschheit.
Dann folgt mein persönliches Highlight. Ich steche ihm mit meinem Taschenmesser in den Bauch. Nicht allzu tief. Er darf ja nicht verrecken. Dann steck ich mein Finger in die Wunde. Und je nachdem wie tief ich ihn reinsteck desto lauter und länger schreit er. Mein persönliches Ziel ist mal dieses Da-Da-Da-Daaa von Beethoven aus ihm raus zu kriegen. Bisher funktioniert es schon ganz gut, nur bei dem letzten Daaa fehlt das richtige Timing. Wenn ich die richtige Taktik gefunden habe, nehme ich eine CD mit ihm auf. Nach 10 Minuten habe ich keine Lust mehr mit ihm zu musizieren. Ich schnapp ihn an den Haaren und ziehe ihn die Seitenstraße entlang um die Ecke. Da steht ein Polizeiauto mit zwei Bullen drin die sich gerade irgendein Fast Food reinziehen. Sie bemerken mich nicht. Ich knall Sandsack mit voller Wucht auf die Windschutzscheibe die von Pennerblut verziert wird. Oh Mann. Denen ihre Gesichter dabei zu sehn, bringt mich immer wieder zum lachen.
Dann folgt die immer wieder gleiche Prozedur. Festnahme, Personalien feststellen und dann Arrest. Ich sitze in meiner Zelle, guck immer mal wieder auf die Uhr. Dann steh ich auf, grinse den Wärter an und sage:
„ Machts gut, ihr Idioten.“
Und der geliebte Rewinder ist wieder da.
Fortsetzung folgt…
2009/02/08
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2 Kommentare:
da da da daaa^^
Woher, zum Teufel, hast du so viele Infos über mein Leben???
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