2009/01/05

teil4

Ich fahre so schnell es geht zu Clarence. Er wird mich mal wieder zum ersten Mal sehen aber er ist heute der einzige Mensch den ich wirklich brauche. Er hat sein Büro in einem kleinen Alubungalow am Stadtrand. Ist ziemlich einfach zu erreichen, da normalerweise dort nie was los ist.

Vor seinem armseligen Büro sehe ich schon seine stahlendgelbe Corvette, die untere Hälfte mit Sand und Dreck seines Hofs verschmutzt. Bevor ich zu ihm reingehe, setz ich mir noch schnell meine Sonnenbrille von Gucchi auf. Die mag er besonders. Nicht das ich ihm gefallen will aber bei so einem Kerl wie Clarence ist jeder Sympatiepunkt pures Gold wert. Ich klopfe. Ist eine Sache der Höflichkeit.

Dieser stämmige und aüsserst prollige Glatzkopf macht die Tür auf.

„Was!“ raunzt er mir entgegen.

Mann, hätt ich doch nur einen Tag erwischt an dem ich ihm nicht stundenlang die Eier graulen müsste um ihn halbwegs gutgelaunt zu erleben.

„ Hi, ich bin Fred und möchte viel Geld loswerden.“

Bevor er rumpöbeln kann, halt ich ihm ein Bündel Hunderter unter die Nase. Anhand seines Gesichtsausdrucks sehe ich das ich den ersten Punkt habe.

„Na dann komm mal rein.“

Das gleiche Spiel wie immer. Ich komme rein und…

„Hast ne schöne Brille“

Ja. Punkt Nummer Zwei. Ich nehm sie ab und sage ihm lächelnd:

„Ich brauch ungefähr 50 hübsche Mädchen und dazu allerlei bewusstseinsverändernde Substanzen. Von Koks über Meskalin bis hin zu Heroin. Und das alles bis heute Abend bis 20 Uhr.“

„Das wird ziemlich unmöglich sein, Alter“

„das kriegen sie hin.“

Er kriegt es jedesmal hin. Aber um es ihm heute leichter zu machen, füge ich noch folgendes hinzu:

„Es können auch Frauen mit Hepatitis oder Aids sein. Das ist scheißegal.“

„Machst du etwa so eine abgefuckte Selbstmordnummer? Ich will das Geld im Voraus, damit du das weißt.“

„Kein Problem. Hab alles hier. Sie müssen sich keine Sorgen machen“

Oh ja. Ich sieze ihn immer noch. Darauf steht er. Dadurch kommt er sich vor wie ein richtiger Geschäftsmann.

Ich knall ihm alles Geld auf den Tisch und lass es ihn in Ruhe zählen. Und wie immer sind wir uns einig das es funktionieren könnte. Und wie immer wird es funktionieren. Mit ihm so schnell ins Klare zu kommen hat mich viele Tage gekostet. Wie viele Tage ich am Anfang noch rausgeschmissen wurde. Einmal hat er sogar beinahe auf mich geschossen aber er ist halt der einzige der das hinkriegt.

Ich geb ihm meine Adresse und meine Sonnenbrille und verpiss mich mit einem Lächeln heim.

Auf der Fahrt organisiere ich noch ein paar Penner die einem gut in den Arsch kriechen können. Nur damit das auch eine richtige Party wird.

Ein komplettes Armageddon organisiert innerhalb von 2 Stunden. Werd mich noch ein wenig ausruhen bevor es los geht. Das besteht eigentlich nur aus auf dem Bett zu vegetieren und über alles Mögliche nachzudenken. Meistens denk ich über den Rewinder nach. Diese komische, kleine Phase in der anscheinend der tag zurückgespult wird. Ach ja, Rewinder. Wieder ein Name den ich für etwas erfinden musste weil mir mal wieder keiner sagte wie das heißt. Ich frage mich ob dieses Geräusch, dieses Licht und diese höllischen Kopfschmerzen irgendwas zu bedeuten hätten. Eigentlich kann ich mir nichts zusammenreimen. Oder vielleicht ist es die Uhrzeit in der es jedesmal passiert. 4:54:26 Uhr. Nichts. Nicht einmal die Zahlen haben eine Bedeutung für mich. Vielleicht doch nur ein rein biologisches Phänomen beim rewinden. Trotzdem denk ich immer wieder darüber nach.

Es hat geklingelt. Ich lass sie diesmal ein bisschen warten. Dann werden sie etwas zickiger. Ach vergiss es. Bin jetzt einfach zu scharf um zu warten.

Da stehen sie nun. 50 verschiedene Frauen. Jede verschieden. Für jede mögliche Sauerei zu haben. Ich lasse sie herein und sofort in einer Reihe aufstellen. Dann befehle ich ihnen sich auszuziehen. Nicht das ich nach Hunderten solcher Partys nicht jede Einzelne schon nackt kennen würde aber dieses erhabene Gefühl dabei reizt mich. Fühl mich wie der verschissene Graf Kotz.

Nun ja, ich begutachte sie alle bis es ihnen unangenehm wird und entscheide mich. Ich denke heute nehm ich einen Mix aus brünett und rot. Ziehe beide aus der Reihe und schicke sie nach oben. Der Rest darf in den Partykeller zu den Arschkriechern die demnächst auftauchen müssten.

Ich gehe zu den zwei Auserwählten nach oben. Irgendwie komisch. Hab mit diesen zweien schon mehrmals gevögelt, kenne den Geruch ihrer Muschis und die Konsistenz ihrer Titten auswendig. Aber ich kann mir deren Namen einfach nicht merken. Muss ich auch nicht wissen.

Ich gehe zu ihnen ins Schlafzimmer und befehle ihnen sie sollen mich scharf machen, während ich mir eine Portion Speed gönne. Diesen Zweien schau ich immer am gernsten zu. Die Rothaarige ist ne Drecksau und die Brünette ist eine Nonne. Irgendwie wie Dick und Doof. Nur im sexuellen Sinne. Sie lecken sich gegenseitig im Schritt und die Rothaarige versucht die ganze Zeit mit ihrer Zunge an das Arschloch der Brünetten ranzukommen. Doch diese zuckt dann immer weg und versucht sich nichts anmerken zu lassen. Sehr belustigend. Manchmal hatte ich Mitbeobachter die mich dann nach solchen Situationen beschimpft haben ich würde Frauen wie ein Stück Fleisch behandeln. Aber nein, das tue ich nicht. Ich behandle sie nicht wie ein Stück Fleisch, sondern wie mein Stück Fleisch. Aber jetzt genug über die Zungenallergie eines Brünettenarschlochs gelacht. Ich misch jetzt mit.

Früher hatte ich immer Angst davor dass mich das Gerammel mit immer den gleichen Frauen nicht irgendwann anödet. Es einem langweilig wird. Aber das passiert nicht. Es ist wie masturbieren. Immer das Gleiche und macht trotzdem Spaß. Zumal ich ja nicht wirklich auf eine beschränkt bin, sondern auf eine Gruppe von Frauen denen ich an diesem einen Tag begegnen kann. Ich muss halt nur eine aussuchen. Oder zwei. Oder fünf.

Als ich fertig bin, schaue ich auf meine Uhr. Der wichtigste Gegenstand den ich brauche. Sehr robust und mit mehreren Alarmfunktionen. Steht keine Marke drauf. Die hat mir der Big Boss gegeben. Er ist anscheinend sehr sentimental und will das ich immer was von ihm bei mir trage. Dieser Wixer.

Ich Vollidiot. Hab auf meine Uhr geschaut und hab schon wieder die Zeit vergessen. Ääähm. 4:26Uhr.

Es wird zeit. Einmal im Monat gönn ich mir den Spaß und setz mir eine Überdosis Heroin. Das Timing muss halt stimmen. Ich darf ja nicht vor 4:54Uhr verrecken. Weiß ja keiner ob ich sonst wieder am nächsten Tag aufwache. Aber das Risiko ist es wert. Dieses Gefühl kurz vor dem Abnibbeln ist einfach unbeschreiblich. Keine Schmerzen sondern absolute Glückseligkeit. Einfach irgendwie schön.

Der Schuss ist gesetzt und ich wandere in den Partykeller. Ein riesiger Raum mit einer Glasbar und einer 120000€ Partyanlage. Aber keine Stühle. Die Wixer sollen stehen wenn sie sich schon auf meine Kosten amüsieren. Apropos Wixer. Sind wieder genug da. Sie jubeln mir zu als sie mich sehen, obwohl sie mich nicht mal kennen. Und eine Gruppe halbnackter Nutten die in einer Reihe stehen und ihre Zungen rausstrecken. Wie ich es ihnen vorher befohlen hatte.

Als ich die Treppe unten bin, strecke ich auch meine Zunge heraus und lass sie die Reihe entlang wandern. 48 verschiedene Geschmacksrichtungen. Herrlich. Am Ende der Reihe ist die Tanzfläche. Sie besteht aus einem Glasboden und darunter eine riesige leuchtende Uhr. 4:51 Uhr. Ich stell mich in die Mitte und fange an mich in Ekstase zu tanzen. Dieser beschissene DJ. Legt immer die gleiche Musik auf. Und da fällt mir wieder ein dass nicht er sich wiederholt, sondern der Tag.

Es fängt an. Mir wird kälter. Nicht unangenehm. Man spürt nur wie ganz langsam versucht die Seele zu entweichen. Es wird immer leiser um mich herum. Ich höre nur einzelne Fragmente vom Bass. Das Herz fängt an zu rasen und der Schweiß verdunkelt so langsam meine ganze Kleidung. Und ich… und… und………………..

Mein Schädel… der Rewinder.

Fortsetzung folgt…

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ist wirklich sehr sehr gut geschrieben und keine angst werde dir net an den als gehen ;-)
bussi mimi

Anonym hat gesagt…

sorry meine natürlich an den hals

Kalyptra hat gesagt…

vieleicht sollte man ihm mal an den Hals gehen.
und er sollte sich davor Fürchten, wenn ich das tue. dann hat er wenigstens einen GRund für die Lange schreibpause. keine Angst- ein Diktiergerät am Pc angeschlossen, und seine gebrochenen Finger sind nicht weiter hinderlich ,der Kreativität wegen.

Schreib weiter.

 

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